Rezension Sind Tote immer leichenblass? von Michael Tsokos

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Kurzbeschreibung_neu

Die größten Irrtümer über die Rechtsmedizin

Wo Professor Boerne irrt – Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner klärt auf

Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Sind Rechtsmediziner bei der Verhaftung eines Verdächtigen dabei? Nehmen sie an der Vernehmung von Zeugen teil? Und reiben sie sich vor der Obduktion Mentholpaste unter die Nasenlöcher, damit sie den Leichengeruch überhaupt ertragen können? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch mit der Realität haben sie nur selten etwas zu tun. Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und vielfacher Bestsellerautor, nimmt die bizarrsten Irrtümer aufs Korn. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin.

Inhalt

Die Rechtsmedizin ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und tritt immer mehr in die Öffentlichkeit.

Szenen aus dem TV oder in der Kriminalliteratur sind reine Fiktionen und meilenweit von der Realität entfernt. Rechtsmediziner, Gerichtsmediziner und Pathologen gelten als ein und derselbe Beruf und dass sie nur mit Toten arbeiten ist ein weit verbreiter Irrtum. Zudem sind sie alle schräge Vögel und haben sonderbare Interessen und außergewöhnliche Hobbys.

Dank verschiedener Serien oder sogar Filme, man erinnere sich an „Das Schweigen der Lämmer“, wird die Arbeit der Rechtsmediziner und deren Abläufe in einem völlig anderen Bild widergespiegelt. Hier ein typisches Beispiel: Die Identifizierung eines Toten wird nie in einem Sektionssaal stattfinden. Dort läuft auch bei den Obduktionen keine klassische Musik, wie bei Prof. Boerne im Tatort Münster. Was die Leichen betrifft, auch diese liegen dort nicht tagelang unter einem Laken auf dem Sektionstisch.

Meine Meinung_neu

Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos holt sie mit diesem Buch aus der fiktionalen Welt heraus. Die Reise beginnt im Keller jenes Krankenhauses, wo viele davon ausgehen, das dort die rechtsmedizinische Abteilung ist. Der Leser wird überrascht sein, wo sich dieser Bereich tatsächlich befindet.

Das Buch ist in kurzen Kapiteln aufgebaut und auf amüsante Art und Weise und ohne medizinisches Kauderwelsch steht Prof. Michael Tsokos Rede und Antwort. Ein sehr spannendes und informatives Buch über die Rechtsmedizin in Deutschland.

Dieses Buch muss man lesen!!!

5-5


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© FinePic / Helmut Henkensiefken

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

(Bild- und Textquelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur)

Weitere Bücher von Michael Tsokos

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Rezension Spurensuche von Franziska v. Aspern & Bodo Marks

Spurensuche

Erscheinungstermin: 1. März 2012 – Preis: 19,99 € – Sachbuch

Verlag: Militzke – Broschierte Ausgabe: 112 Seiten – ISBN: 978 – 3861898504

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Vor dem Fernseher ist der Zuschauer dem Reiz der Rechtsmedizin längst erlegen. Die zahlreichen Produktionen vermitteln jedoch selten ein wirklichkeitsgetreues Bild von der Arbeit der Rechtsmediziner. Dass sich diese oftmals viel spannender und lebendiger als im Film gestaltet, zeigt dieses Buch.

Für die Autorin Franziska von Aspern und den Fotografen Bodo Marks öffneten sich die Türen des rechtsmedizinischen Instituts der Universitätsklinik Hamburg. Hier führten sie Gespräche mit Mitarbeitern der unterschiedlichsten Fachbereiche und schauten den Rechtsmedizinern bei der Arbeit über die Schulter.

Der Institutsdirektor, Sektionsassistenten, DNA-Experten, ein Kriminalhauptkommissar und viele andere erläutern anhand ihrer spannendsten Fälle Vorgehensweisen, Methoden und das vielfältige Aufgabenspektrum. Dabei räumen sie mit so manchem Vorurteil auf.

Entstanden ist ein Text-Bild-Band, der anschaulich, doch diskret zeigt, wie es im Obduktionssaal und in den forensischen Labors tatsächlich zugeht.

Das Buch liefert aufschlussreiche, wenig bekannte Informationen. Wer weiß schon, dass in Deutschland genauso viele Tote wie Lebende im Auftrag der Rechtsprechung untersucht werden? Und wir erhalten Antworten auf spannende Fragen wie: Warum wird man Rechtsmediziner? Wie erträgt man die tägliche Konfrontation mit Tod und Gewalt? Lesen Rechtsmediziner Kriminalromane?

Inhalt

„Tote haben keine Lobby“

Rechtsmediziner in Deutschland befassen sich nicht nur mit den Toten und deren Todesursache durch Mord- und Gewaltdelikte. Sie werden auch bei Naturkatastrophen, Kindesmisshandlungen und Gutachten von lebenden Opfern zur Rate gezogen.

1999 wurde durch das BKA die Operative Fallanalyse in Deutschland eingeführt. Entstanden ist diese in den USA und ist dort unter dem Namen CSA (Crime-Scene-Analysis) bekannt. Hierbei wird nach dem Prinzip ermittelt: Wer wurde wann und wie getötet? Die Spurensuche beginnt bereits am Tatort durch die ermittelnden Kommissare und Rechtsmediziner, bis hin zur Obduktion in den jeweiligen Rechtsmedizinischen Instituten.

Doch wer sind diese Menschen, die sich hinter verschlossenen Türen mit dem Tod befassen?

In diesem überaus interessanten Buch stehen verschiedene Rechtsmediziner Rede und Antwort. Zudem werden durch das umfangreiche Bildmaterial Einblicke in die Rechtsmedizin gewährt und der Alltag dieser besonderen Menschen dargestellt.

Meine Meinung

Mit großem Interesse las ich dieses Buch und bin erneut überrascht, mit wie vielen unterschiedlichen Methoden und Einsatzgebieten sich Rechtsmediziner beschäftigen. Das Spektrum ist größer, als so oft in TV-Serien zu sehen ist. Hierbei handelt es sich oftmals um Fiktion, denn so würde eine Obduktion in Deutschland niemals ablaufen.

Was mich am meisten überraschte, war die Dunkelziffer der weit über 1000 ungeklärten Tötungsdelikte in Deutschland, die durch Fehlentscheidungen entstanden ist.

„Wenn auf jedem Grab eines unentdeckten Ermordeten eine Kerze stünde, wären Deutschlands Friedhöfe hell erleuchtet.“

Oftmals werden übereilte Diagnosen erstellt und keine umfangreiche Leichenschauen durchgeführt. Dank spezieller Techniken, kann auch viele Jahre nach Eintritt des Todes eine Spurensuche oder eine Obduktion an den Verstorben vorgenommen werden. Somit werden nachträglich Beweise eines Mord- oder Gewaltdeliktes sichergestellt.

Für mich sind all diese Menschen in den Instituten, die sich tagtäglich mit Opfern und deren Schicksale beschäftigen, besondere Menschen, die meinen vollsten Respekt verdienen.

Fazit

Ein sehr umfangreiches, interessantes Buch über die bemerkenswerte Arbeit der Rechtsmediziner in Deutschland.

Meine Bewertung:

5-5………………………………………

Franziska von Aspern, studierte in Hamburg Kommunikationsdesign und arbeitet seit 1980 als freiberufliche Illustratorin und Autorin von Sachbüchern. Diverse Ausstellungen, darunter eine Sonderausstellung medizinischer Illustrationen im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. 1987 und 2001 wurde sie mit dem Preis Schönste Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet.

Bodo Marks lebt nach mehreren Auslandsaufenthalten wieder in Hamburg und ist dort als Fotojournalist freiberuflich für die Deutsche Presse Agentur tätig. Außerdem realisiert er eigene Reportageprojekte im In- und Ausland, u. a. Gekentert im Plastikmeer (2008), das die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen von Immigranten im südspanischen Gemüseanbaugebiet Almería zeigt.

( Textquelle: Amazon )

Rezension Deutschland misshandelt seine Kinder von Michael Tsokos und Saskia Guddat

Deutschland misshandelt seine Kinder

Erscheinungstermin: 3. Februar 2014 – Preis: 19,99 € – Sachbuch

Verlag: Droemer HC – Gebundene Ausgabe: 256 Seiten – ISBN: 978 – 3426276167

Auch als Ebook erhältlich: KindleEPUB

*LESEPROBE*

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Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Sozialarbeiter und Ärzte schreiten auch bei erkennbaren Misshandlungsfällen oft nicht ein. Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die Angeklagten frei.
Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können.

Inhalt

„So etwas machen Eltern doch nicht…“

Erschreckende Zahlen schlagen dem Leser zu Beginn des Buches ins Gesicht: 3 Kinder pro Woche sterben an den Folgen von Misshandlungen und ca. 70 Kinder müssen jede Woche deswegen ärztlich behandelt werden. Doch laut den Rechtsmedizinern Michael Tsokos und Saskia Guddat, liegt die Dunkelziffer von diesen Grausamkeiten weit höher. Hauptsächlich sind es Säuglinge und Kleinkinder, die tage-, wochen- oder in den schlimmsten Fall jahrelang Opfer von physischen und psychischen Misshandlungen, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch sind. Trotz Betreuung durch Jugendämter werden die Gewalttaten in den Familien toleriert. Anstatt hinzusehen wird weggeschaut. Oftmals sind die Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung entweder ausgebrannt, verlieren den Überblick oder sind mit „ihren“ Familien im wahrsten Sinne überfordert. Durch falsche Interpretation und Beobachtungen werden Fehlentscheidungen getroffen und die Opfer werden an die meist elterlichen Gewalttäter wieder zurückgegeben. Vollkommen unbegreiflich sind richterliche Entscheidungen, denn die Verfahren werden aus Mangel an Beweisen oder „…das war doch nur eine einmalige Sache!“ eingestellt. Obwohl rechtsmedizinische Gutachten vorliegen, mit denen bewiesen wurde, dass Misshandlungen stattfanden, verlassen die Täter mit ihren Opfern lachend den Gerichtssaal. In was für einer grausamen Welt leben wir…

Rechtzeitig helfen, nicht nachträglich reparieren!

Michael Tsokos und Saskia Guddat fordern hauptsächlich die Reaktionspflicht durch Kinderärtze, wenn der Verdacht von Kindesmisshandlung vorliegt. In den schockierenden Fällen, von denen im Buch gesprochen wird, fehlte die Erfahrenheit und auch teilweise der Mut der jeweiligen behandelnden Ärzte. Es wurde keine Anzeige wegen Kindesmisshandlung erstattet und die Opfer wurden an die Familien wieder übergeben. Nicht nur hier ist extremer Handlungsbedarf, außerdem sollten sowohl Ärzte und Mitarbeiter von Jugendämtern, als auch Polizeibeamte, Richter und Staatsanwälte an rechtsmedizinischen Schulungen teilnehmen, damit sie schnellstmöglich Misshandlungen von Kindern erkennen und die Opfer vor ihren Tätern schützen können.

Meine Meinung

Dieses Buch hat mit zutiefst erschüttert und mich sehr mitgenommen. Ich kämpfte mit den Tränen und es entwickelte sich ein Hass, den ich schwer in Worte fassen kann. Die ansteigende Wut in mir ist enorm und ich habe unendliches Mitleid gegenüber den Opfern. Ich bin sprachlos über die beschriebenen Fälle und den anschließenden Verlauf zwischen Opfer und Täter. Was geht in den Köpfen der Eltern vor und warum bestrafen sie ein unschuldiges Kind für ihre negativen Erfahrungen? Wie ist das nur möglich, dass solche gravierenden Fehlentscheidungen stattfinden können? Was muss noch alles passieren, damit die Gesellschaft endlich die Augen aufmacht und etwas unternimmt?

Ich hoffe bzw. würde es mir wünschen, dass Frau Merkel dieses Buch liest und sich endlich der Sache annimmt. Die Rechtsmediziner schildern die offenen Baustellen im Rechtssystem und stellen am Ende des Buches sogar ein Katalog zur Verfügung, mit entsprechenden Forderungen und Lösungsvorschlägen. Anstatt weiterhin millionenschwere Rettungsschirme über die verschuldeten Länder zu spannen, müssen Gelder in Zukunft in unsere Kinder fließen, damit Kinder gewaltfrei aufwachsen können.

Fazit

Eine Pflichtlektüre für jeden Menschen, der mit oder ohne Kindern lebt.

Meine Bewertung:

5-5

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Michael Tsokos

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.

Saskia Guddat

Saskia Guddat, 1980 geboren, ist Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité. Sie ist Mitglied mehrerer Berliner Kinderschutzgruppen und berät die Berliner Kinderkliniken, den Berliner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst sowie die Ermittlungsbehörden, Gerichte und Jugendämter.

( Bild-/Textquelle: Droemer Knaur )

Rezension Spuren des Todes von Judith O’Higgens

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Innere Buchschau-Kurzbeschreibung

Für eine Rechtsmedizinerin ist der Umgang mit dem Tod alltäglich. Doch was passiert, wenn sich Beruf und Privatleben auf einmal nicht mehr trennen lassen?
Judith O‘Higgins schneidet Körper auf, untersucht sie, entnimmt Gewebeproben. Sie hat das schon oft gemacht, hunderte, tausende Male. Doch eines Tages hat sie es mit einem dramatischen Todesfall zu tun, der ihr Leben verändern wird – weil er ihre Arbeit und ihren persönlichen Rückzugsort unwiderruflich miteinander verbindet.

Jetzt gewährt sie erstmals einen tiefen und persönlichen Einblick in ihre Arbeit mit dem Tod. Und geht der Frage nach: Welche Spuren hinterlässt der Tod in mir?

Befund und Analyse

In diesem Buch gewährt die deutsche Judith O’Higgens einen Einblick in ihre Arbeit als Rechtsmedizinerin. Sie beschreibt ihre Gefühle und Eindrücke in ihrem ersten Fall sehr emotional und weckt dadurch noch mehr Interesse für dieses Gebiet. Zudem schildert sie ihren Werdegang von Beginn ihrer turbulenten Ausbildung bis hin zur Tätigkeit als selbstständige Rechtsmedizinerin.

Des Weiteren beschäftigt sie sich mit der geringen Aufklärungsrate bei Straftaten. Oft werden durch übereilte Entscheidungen von Notfallärzten falsche Todesangaben gemacht. Ihr größter Wunsch, und vor allem gegenüber den Opfern, ist, dass mehr Rechtsmediziner an Unfall- und Tatorten gerufen werden, besonders bei Tötungs- und Sexualdelikten.

Am Ende des Buches beschreibt sie einen Fall, wo ihr jahrelanger Schutzpanzer plötzlich brach und sie ihren Traumberuf nur unter bestimmten Voraussetzungen bewältigen konnte.

Dieses Buch verschlang ich mit großem Interesse. Stück für Stück führt sie den Leser an dieses Gebiet heran und verschafft ihm einen Überblick ihrer Einsatzgebiete. Die Fälle sind schockierend und überwiegend sind die Opfer von brutaler Gewalt gezeichnet. Sie beschreibt jeden einzelnen Fall sehr gewissenhaft und gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit als Rechtsmedizinerin.

Durch Erzählungen aus ihrer Vergangenheit und dem Privatleben, gönnt sie dem Leser regelrechte Verschnaufpausen. In diesen Kapiteln kann man einmal tief Luft holen, bevor man Judith O’Higgens zum nächsten Fall begleitet. Nach diesem Buch schätzt man die Arbeit der Rechtsmediziner umso mehr und man steht ihnen mit noch größerem Respekt gegenüber.

Wer sich für dieses Thema interessiert, für den ist dieses Buch ein absolutes MUSS!!!!

5-5

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Judith O’Higgins wurde 1971 in Hilden geboren.
Nach dem Abitur studierte sie Medizin und Musikpädagogik in Münster, bevor sie nach Hamburg wechselte, ihr Studium beendete und Rechtsmedizinerin wurde.
Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann, einem Engländer, in London und ist auch dort in ihrem Beruf tätig, obduziert rund 500 Leichen pro Jahr.

( Quelle: Fischer Verlage )

Rezension Die Klaviatur des Todes von Michael Tsokos

Die Klaviatur des Todes

Innere Buchschau-Kurzbeschreibung

Ein Toter auf einer Berliner Straße – Opfer eines heimtückischen Mordes oder ein tragischer Unfall? Eine grausam verstümmelte Frauenleiche – war es ein brutales Sexualverbrechen? Ein Ehepaar mit schweren Vergiftungssymptomen – standen die beiden auf der Todesliste des russischen Geheimdiensts? Der Rechtsmediziner Michael Tsokos wird immer dann von den Ermittlungsbehörden um Hilfe gebeten, wenn sie bei ihrer Aufklärungsarbeit rechtsmedizinische Expertise benötigen. Er soll herausfinden, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? Realistisch und hautnah schildert Tsokos rätselhafte Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war. Im Obduktionssaal und im Labor fügt der Forensik-Spezialist die Indizien wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Falles führt. Hochinformativ und spannend bis zur letzten Seite!

Befund und Analyse

Spektakuläre Fälle von toten und nicht toten Menschen

Willkommen in der Welt von Michael Tsokos – Willkommen im Leben

so endet der Prolog dieses Buches.

Auch hier werden wieder die verschiedenen Todesarten von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner unter die Lupe genommen. Man findet Antworten über den Aufbau eines rechtmedizinischen Instituts, verschiedene Untersuchungsberichte angefangen von der forensischen Pathologie bis hin zum Einsatz der postmortalen Mehrschichten-Computertomographie, kurz pm-MSCT genannt.

Die Rechtsmedizin bietet lt. Prof. Dr. Michael Tsokos

„ Einen tiefen Einblick in die menschlichen Abgründe und Tragödien “.

Zusammen mit Prof. Dr. Michael Tsokos geht man erneut auf die Spurensuche außergewöhnlicher Todesfälle in Deutschland. Zu jedem Verbrechen wird eine kleine Vorgeschichte bzw. der Ablauf bis zur Tat beschrieben. In diesem Buch wird der Leser Zeuge davon, dass nicht jedes Verbrechen ein wahres Verbrechen ist. Es gibt Menschen, die selber ein Verbrechen planen, nur um Mitleid oder Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es ist kaum vorstellbar, zu was Menschen fähig sind und was sie sich alles antun. Bei diesen Verbrechen ist der Einsatz der Rechtsmediziner erwünscht.

Wie ist es z.B. möglich dass bei einem Mann nach einem Vaterschaftstest zwei unterschiedliche DNA- festgestellt werden können?

Ein Mädchen behauptet von mehreren Männer überfallen worden zu sein und ihr wurde ein Hakenkreuz auf die Stirn geritzt. Aber nach genauerem Hinsehen, erkennen die Rechtsmediziner, es zeigte in die Falsche Richtung und schnell wird klar, das Mädchen erfand die Tat und fügte sich selber die Schnittverletzungen zu.

Für die Rechtsmediziner ist es schnell erkennbar ob es sich um eine Tat oder Selbstverletzung handelt. Sollte eine Vortäuschung vorliegen, kann diese auch bestraft werden
Leider wollen immer mehr Menschen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Mitleid erzeugen und der Ideenreichtum ist der reinste Wahnsinn.

Ich empfehle dieses Buch und alle anderen Bücher von Michael Tsokos sehr gerne weiter. Als ich das Buch bekam musste ich es sofort lesen. Es ist schwer es aus den Händen zu legen denn von Tat zu Tat wird es spannender. Man bekommt einen Einblick zu was Menschen fähig sind die nur etwas Aufmerksamkeit wollen. Der Leser wird mit den unterschiedlichsten Untersuchungen konfrontiert und man schaut den Rechtsmedizinern über die Schultern.

Wer sich für dieses Thema interessiert, für den ist dieses Buch ein absolutes MUSS!!!!

Der Rechtsmediziner

Prof.Dr. Michael Tsokos

Prof. Dr. Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für die UN zur Identifizierung ziviler Opfer in Kriegsgebieten. 2005 wurde ihm der Medienpreis Bambi für seinen Einsatz bei der Identifizierungs-Mission deutscher Tsunami-Opfer in Thailand verliehen. Einem breiten Publikum ist er hierzulande durch seine Bestseller “Dem Tod auf der Spur” und “Der Totenleser” bekannt.

(Quelle: Droemer Knaur)

Rezension Dem Tod auf der Spur von Michael Tsokos

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Innere Buchschau-Kurzbeschreibung

Ein Mann, der sich verfolgt fühlt und dann erstochen aus dem Wasser gefischt wird. Ein grausiger Fund in einem Möbelstück. Eine Wasserleiche, gekleidet im Stil des 19. Jahrhunderts. Nahezu täglich hat Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, es mit Toten zu tun, die auf außergewöhnliche Weise ums Leben gekommen sind. Und immer wieder muss er sich die Frage stellen: War es Suizid, war es ein Unfall – oder war es Mord?

Befund und Analyse

Dies ist mein offiziell erstes Buch aus der Rechtsmedizin. Zusammen mit Michael Tsokos begibt man sich in den Sektionssaal, wo bereits die Opfer gewalttätiger Verbrechen warten.

Mortui vivas docent

Die Toten lehren die Lebenden

Die Rechtsmedizin unterscheidet sich von der Pathologie in folgenden Dingen. Zunächst sind es zwei völlig unterschiedliche Facharztausbildung. Wo die Pathologie überwiegend klinische Diagnosen durchführt, übernimmt die Rechtsmedizin die nicht-natürlichen Todesfälle. Bei einem Gewaltverbrechen ist für Obduktion keine Einverständnis des Angehörigen erforderlich, denn diese Durchführung ordnet der Richter an. Bei der Pathologie ist es genau umkehrt.

Jede Obduktion hat einen geregelten Ablauf und muss von mind. 2 Personen lt. Strafprozessordnung durchgeführt werden. Als erstes wird die sogenannte Oberflächige (Äußere) Leichenschau durchgeführt. Hier werden sämtliche Körperregionen unter die Lupe genommen um z.B. Würge und Schnittverletzung festzustellen. Danach folgt die Innere Leichenschau, die sich hauptsächlich mit wie das Wort auch sagt, den innere Organen beschäftigt. Bei einer gerichtlichen Obduktion werde Brust-, Bauch und Kopfhöhle geöffnet. Bekannt ist der berühmte Y-Schnitt, manchmal wird aber auch der U-Schnitt angewendet. In Deutschland werden die Körper mit einem geraden Schnitt von Hals bis zur Hüfte geöffnet.

Viele kennen die amerikanischen Serien wie z.B. Crossing Jordan, CSI oder Bones wie sie teilweise tagelang an einer Leiche obduktieren. Doch in Wirklichkeit sieht alles ganz anderes aus, denn eine Obduktion dauert in der Regal ca. 2-3 Stunden.

In dem Buch stellt Michael Tsokos unterschiedliche Gewaltverbrechen die er zusammen mit seinen Kollegen  im Sektionssaal untersuchte. Man erfährt über jedes Opfer, wie Tat entstand und wie sie den Mörder auf die Spur kommen. Aber bei vielen handelt es sich nicht immer um Mord sondern Suizidversuche, die nicht immer gleich auf Anhieb geglückt sind.

Ich musste mich teilweise immer wieder ermahnen, denn das Buch liest sich wie ein schockierender Thriller aber in Wirklichkeit sind dies alle wahre Verbrechen. Der Autor und Rechtsmediziner Michael Tsokos erklärt alles so genau, das selbst ein Laie wie ich, sämtliche Untersuchungen versteht und man nicht von den medizinischen Fachwörtern erschlagen wird. Das Buch hat mich so sehr begeistert, das ich auf jeden Fall weitere Bücher von Michael Tsokos lesen werde.

Für alle die sich für die Rechtsmedizin interessieren, ist dieses Buch ein gelungener Einstieg !!!

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Der Rechtsmediziner

Prof. Dr. Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für die UN zur Identifizierung ziviler Opfer in Kriegsgebieten. 2005 wurde ihm der Medienpreis Bambi für seinen Einsatz bei der Identifizierungs-Mission deutscher Tsunami-Opfer in Thailand verliehen. Einem breiten Publikum ist er hierzulande durch seine Bestseller „Dem Tod auf der Spur“ und „Der Totenleser“ bekannt.

(Quelle: Droemer Knaur)