Rezension Die Logik der Tat von Alexander Horn

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Erscheinungstermin: 1.Oktober 2014 – Preis: 19,99 € – Authentische Kriminalfälle

Verlag: Droemer HC – Gebundene Ausgabe: 256 Seiten – ISBN: 978 – 3426276266

*LESEPROBE*

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Erkenntnisse eines Profilers

Eine junge Frau in Niederbayern verschwindet spurlos. Ein Unbekannter entführt Kinder aus Schullandheimen. Die Polizei sucht über viele Jahre die Unbekannten, die acht Türken und einen Griechen erschossen haben. Das sind Fälle aus der Praxis des Fallanalytikers Alexander Horn – Fälle, in denen die Polizei vor großen Rätseln stand und ihn und sein Team um Rat fragte; Fälle, bei denen er auf der richtigen Spur war. Erstmals beschreibt Alexander Horn nun große Kriminalfälle in seiner Karriere. Er schildert, wie die Fallanalyse funktioniert – als Beratung für Sonderkommissionen, als Puzzle zur Rekonstruktion eines Verbrechens, als Weg, Ermittler zunächst unfassbare Taten besser verstehen zu lassen. Horn erläutert, was im Kopf von Mördern vor sich geht, die schreckliche Verbrechen begehen.

Inhalt
Analytisches Denken – Profiling ist keine Zauberei

Seit 1998 leitet Alexander Horn die Operative Fallanalyse im Polizeipräsidium München. Als polizeilicher Fallanalytiker berät und unterstützt er Sonderkommissionen bei Sexual-, Serienmorden und Serienvergewaltigungen. In diesem Buch gewährt er uns einen tiefen Einblick in seinen Beruf anhand komplexer und schwerwiegender Verbrechen in Deutschland.
Er beschreibt die Vorgehensweise und die Ermittlungen, aber vor allem die wichtige Zusammenarbeit mit der Polizei, seinem Team und der Rechtsmedizin. Doch wie ist es möglich, eine Rekonstruktion der Tat zu erstellen und das Verhältnis zwischen Opfer und Täter zu beurteilen? Wie entstand das Verbrechen? Wurde es geplant oder entstand es aus einer Situation heraus? Treffen Täterprofile immer zu und anhand welcher Kriterien kann man den Kreis der Verdächtigen eingrenzen? Leiden Täter unter psychischen Erkrankungen oder wussten sie, was sie taten?
Alexander Horn versetzt sich in den Täter und Dank jahrelangen Erfahrungen gelingt es ihm und seinen Kollegen, eine Aufklärungsquote in Tötungsdelikten von mehr als 90 Prozent zu erreichen und den Täter zu finden.

Meine Meinung
Dieses Buch ermöglicht Einblicke in die Fallanalyse in Deutschland anhand bekannter Verbrechen aus den letzten Jahren. Besonders der Fall des Maskenmannes, der von 1992 bis 2004 in Norddeutschland Angst und Schrecken verbreitete, schockierte mich zutiefst.
Die umfassende Recherche der Fälle und die Abläufe beschreibt Alexander Horn sehr ausführlich und ohne jeglichen Schnörkel. Hier erfährt der Leser Vorgehensweisen, die man aus den Medien niemals erfahren würde. Sicherlich werden bestimmte Dinge nicht in diesem Buch erläutert, die aus damaligen ermittlungstechnischen Gründen nicht genannt werden durften, aber auch Serientäter verschweigen gegenüber der Polizei oftmals wichtige Informationen. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Schatzkästchen-Syndrom:
„Ein überführter Serienmörder will bestimmte Aspekte seiner Taten für sich behalten – als letzte Ausübung von Kontrolle, nachdem ihm alles andere genommen wurde.“

Fazit

Ein sachliches und spannendes Buch über die Operative Fallanalyse in Deutschland.
Absolut empfehlenswert!

Meine Bewertung:

5-5

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Alexander Horn, geboren 1973 in Bad Tölz, ist einer der bekanntesten deutschen Fallanalytiker. Nach seiner Ausbildung als Kriminalpolizist war er Mitbegründer des Täterprofilings bei der Münchner Mordkommission. Als Leiter der Dienststelle für Operative Fallanalyse (OFA) war Alexander Horn maßgeblich an der „Soko Dennis“ sowie der „BAO Bosporus“ beteiligt.

(Bild/Textquelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur)

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Rezension Faszination des Bösen von Peter Schnieders

Faszination des Bosen

Erschienen am: 17. Februar 2014 – Preis: 8,99 € – Authentische Kriminalfälle

Verlag: Goldmann – Taschenbuchausgabe: 256 Seiten – ISBN: 978-3442157815

*LESEPROBE*

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Authentischer und spannender, als es ein Krimi je sein könnte

Im Laufe seiner Karriere hat Kriminalhauptkommissar Peter Schnieders über tausend Leichen gesehen und noch weit mehr Fälle bearbeitet: in der Mordkommission, im Raubdezernat und bei der Sitte. Es ist die Faszination des Bösen, die für ihn den Reiz seines Berufs ausmachte, und sie lässt ihn bis heute nicht los. In seinem Buch erzählt er von neuen Fällen, die die Abgründe des Lebens offenlegten und ihm besonders unter die Haut gingen.

„Für Peter Schnieders wurde der Beruf zur Berufung. Er bringt uns die Schicksale der Opfer und Täter näher, die ihn wirklich berührten.“ Die Zeit

Inhalt

Der ehemalige Polizeikommissar Peter Schnieders, der später zum Leiter der Kölner Mordkommission wurde, berichtet von seinen spektakulärsten Fällen in seiner Laufbahn. In seinem Buch wird der Leser Zeuge grausamer und vor allem heimtückischer Gewaltverbrechen. Die Fälle beschreibt er sehr umfassend, von der Entstehung der Tat, intensiver Arbeit und Ermittlungen von Polizei und Rechtsmediziner bis hin zur Aufklärung und Überführung.

Er berichtet von Tätern, die durch Drogenkonsum in den Wahnsinn getrieben wurden. Einen Jugendlichen, der durch den Verlust vertrauter Menschen in eine paranoide Psychose fiel. Außerdem schildert er erschreckende Suizid-Fälle und weitere Verbrechen in Deutschland – unter anderem schwere Raubüberfalle mit Todesfolge.

In mehr als 30 Jahren hat Kom. Schnieders dutzende Leichen gesehen, und für den pensionierten Kommissar dient dieses Werk auch gleichzeitig dazu, verschiedene Dinge aufzuarbeiten und zu verarbeiten.

Meine Meinung

Wieder einmal ein sehr interessantes Buch über wahre Verbrechen in Deutschland. Einmal angefangen zu lesen, kommt man kaum davon los. Ich bin immer wieder erstaunt und geschockt darüber, zu was Menschen alles fähig sind und gleichzeitig fasziniert von der Arbeit der Polizei.

Fazit

Verbrechen, die Gänsehaut verursachen.

Meine Bewertung:

5-5………………………………………

Foto von Peter SchniedersPeter Schnieders wurde 1948 geboren. Er war 43 Jahre Polizist, davon 36 Jahre bei der Kriminalpolizei in Köln. Seit zwei Jahren pensioniert, lebt der ehemalige Erste Kriminalhauptkommissar heute in einem kleinen Ort in der Nähe von Köln.

( Bild: ©Boris Breuer – Textquelle: Random House )

Rezension Ich musste sie töten von Gerhard Starke und Christoph Kloft

Ich musste sie töten

Erscheinungstermin: 4. März 2014 – Preis: 16,90 € – Sachbuch

Verlag: Militzke – Gebundene Ausgabe: 224 Seiten – ISBN: 978 – 3861898658

*LESEPROBE*

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Kriminalhauptkommissar Gerhard Starke betritt gemeinsam mit seinen Kollegen eine Wohnung in Remagen. Sein Einsatz beginnt an einem Wochenende – wie so oft. Ein Szenario des Grauens muss sich wenige Zeit zuvor in den Räumen abgespielt haben. Gefesselt liegen ein Mann und eine Frau leblos am Boden, überall ist Blut. Beide wurden offenbar mit einem spitzen Gegenstand grausam hingerichtet. In einem anderen Zimmer ringt eine Frau mit dem Tod. Was Starke zu dieser Zeit noch nicht ahnt: Vor ihm liegt eine mehrere Monate andauernde Jagd nach einem Verbrecher, der skrupellos vergewaltigt, mordet, betrügt und alle in Angst und Schrecken versetzt.

Christoph Kloft bringt die Erinnerungen des Kriminalhauptkommissars a.D. in klaren Worten zu Papier. Gerhard Starke erzählt mit eindringlicher, leiser Stimme aus seinem Berufsleben. Er erinnert sich an jedes Detail und schildert Verbrechen, die am Menschen und seiner Menschlichkeit zweifeln lassen. Der Buchautor beobachtet ihn und schafft durch seine Aufzeichnungen jene unumgängliche Distanz zu den Verbrechen, denen der Kommissar mit viel Professionalität, doch immer wieder fassungslos gegenübersteht.

Auch in seinem zweiten Buch präsentiert das Autorenduo spektakuläre wahre Kapitalverbrechen. Ohne Sensationslust, sachlich und immer auf der Suche nach dem Warum.

Inhalt

In seinem 2. Buch berichtet Kriminalhauptkommissar Gerhard Starke erneut von spektakulären Fällen aus seiner Berufslaufbahn bei der Koblenzer Polizei. Den Anfang macht die Jagd auf den Schwerverbrecher Dieter Zurwehne. Dieser fiel bereits im Alter von 12 Jahren straffällig auf und mit 16 Jahren saß er wegen Diebstahl das erste Mal hinter Gittern. Doch das war nur der Anfang. Im Nov. 1972 beging Zurwehne seinen ersten Mord und hinzu kamen weitere schwere Verbrechen. Daraufhin wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und 1997 in den offenen Vollzug verlegt.

In insgesamt sieben beschrieben Fällen, wurden Gerhard Starke und seinen Kollegen zu einem Tatort gerufen, wenn es sich hierbei um Mord handelte. Zusammen mit dem Ermittlungsteam wird der Leser auf eine sehr harte Probe gestellt. Nachdem das Opfer gefunden wurde, werden wichtige Spuren gesichert. Jeder Stein wird umgedreht, jeder Faser akribisch abgeklebt und eine umfangreiche Suche beginnt. Oftmals sind es Fälle, denen körperliche und psychische Belastungen zugrunde liegen. Sowohl beruflich als auch privat – Täter nehmen keine Rücksicht auf ein Wochenende oder Feiertage. Teilweise vergehen viele Wochen, sogar Monate, bis ein Fall aufgeklärt ist. Doch mit einer Festnahme gibt sich Kom. Starke nicht immer zufrieden, denn er möchte den Grund und das Motiv ermitteln.

„Was treibt einen Menschen dazu, so etwas zu tun?“

Meine Meinung

In diesem Buch erkennt man wieder, wie grausam die Realität ist und zu was Menschen fähig sind. Der Leser wird regelrecht an das Buch gefesselt und mit schockierenden Berichten und brisanten Details von schweren Kapitalverbrechen konfrontiert. Hier erfährt man viele interessante Vorgehensweisen und Ermittlungsdetails der Polizei, die man in der Tageszeitung nicht finden wird. Vielen Dank an Kom. Gerhard Starke für die spektakulären Einblicke in die Koblenzer Mordkommission.

Fazit

Ein schnörkelloses und authentisches Buch, das Respekt verdient.

Meine Bewertung:

5-5………………………………………

Profilbild

Gerhard Starke, Kriminalhauptkommissar a.D., Jahrgang 1944. 1962 Eintritt zur Polizei in Rheinland-Pfalz, dreijährige Ausbildung bei der damaligen Bereitschaftspolizei. 1971 Wechsel zur Kriminalpolizei nach Koblenz. Seit 1972 bis zur Pensionierung 33 Jahre bei der Mordkommission Koblenz. Auftritte in den Fernsehsendungen „Aktenzeichen XY“ (ZDF), „Kommissare Südwest“ (SWR) , „Fahndungsakte“ (SAT1) und „Planetopia“ (SAT1).

Christoph Kloft, Buchautor und Journalist, Jahrgang 1962. Studium in Mainz, Gießen, Koblenz  (M.A., LA Realschulen). Praktika und Volontariat bei Thüringer Tageszeitungen. Seit 1992 Redakteur bei der Thüringer Allgemeine. Seit 1998 freiberufliche Arbeit  als Schriftsteller und Journalist. Veröffentlichung von Romanen, Kinderbüchern, Sachliteratur. (www.christoph-kloft.de)

( Bild-/Textquelle: starke-kriminalfaelle.de )

Rezension Jenseits von Böse von Uta Eisenhardt

Jenseits von Böse

Erscheinungstermin: 10. Februar 2014 – Preis: 8,99 € – Sachbuch

Verlag: Heyne – Taschenbuchausgabe: 304 Seiten – ISBN: 978 – 3453602830

Auch als Ebook erhältlich: KindleEPUB

*LESEPROBE*

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Wahnsinnige Täter und ihre Verbrechen

Schockierende Tatsachenberichte von ungeheuerlichen Kriminalfällen, Menschen, die im Wahn so Furchtbares getan haben, dass sie es selbst nicht fassen können, Psychopathen, deren kaputte Seelen sie zu grausamen Monstern machen. Uta Eisenhardt wirft einen Blick hinter sonst verschlossene Türen, in den Maßregelvollzug, wo psychisch kranke Verbrecher oft für immer weggesperrt werden. Sie spricht mit Tätern, Richtern und Gutachtern über unfassbare Verbrechen, bei denen Vorstellungskraft und Recht an ihre Grenzen stoßen.

Inhalt

Wie oft lesen wir in der Zeitung von schockierenden Verbrechen, bei denen die Straftäter für vermindert schuldfähig oder schuldunfähig eingestuft und entsprechend milde verurteilt werden. Sie kommen nicht, wie normale Straftäter, in den Gefängnisvollzug, sondern gelten als hochgefährlich und werden durch Richterspruch in den Maßregelvollzug – Forensische Psychiatrie eingewiesen.

Zurzeit befinden sich ca. 8000 Patienten, darunter 800 Frauen, in insgesamt 70 forensisch-psychiatrischen Krankenhäusern und Einrichtungen in Deutschland. Sie waren während der Tatzeit entweder schwachsinnig oder psychisch krank, litten an schweren Persönlichkeitsstörungen oder sexuelle Abweichungen trieben sie zur Tat. Die Täter leben in ihrer eigenen Welt, in der sie ihren zwanghaften Trieb gewaltsam umsetzen. Oftmals werden sie durch Drogenkonsum psychotisch und in vielen Fällen liegen schwere Misshandlungen im Kindesalter vor.

In den bizarren und erschreckenden Fällen, die in dem Buch beschrieben werden, sucht Uta Eisenhardt nach den Gründen und dem Zustandekommen der einzelnen Taten.

Durch Interviews mit Patienten, Pflegekräften und Psychologen erfährt man mehr über den Alltag im Maßregelvollzug. Die Täter leben oft jahrelang zusammen mit anderen Patienten auf einer Station und dennoch sind sie eher Einzelgänger. Nur, wer sich an die strengen Regeln hält und Therapien besucht, hat eine Chance auf Lockerung. Dies ist eine enorme, verantwortungsvolle Entscheidung, die ein Team fällt, das aus mehreren Spezialisten besteht. Macht der Patient Fortschritte und ist vor allem vertrauenswürdig, darf er zuerst unter Aufsicht die Station verlassen, dann erfolgt der begleitete Ausgang außerhalb der Mauern.

Doch wann ist ein Täter geheilt?

Findet er nach jahrelangem Aufenthalt in einer solchen Einrichtung in das reale, gewaltfreie Leben zurück?

Wie hoch ist sie Rückfallquote durch Fehlentscheidungen?

Meine Meinung

Ein sehr interessantes Buch, mit vielen Einblicken und Abläufen in die Forensische Psychiatrie. Aber auch ein Buch, das einen zum Nachdenken bewegt. In vielen beschrieben Fällen wirkten die Täter für Außenstehende wie normale Menschen, bis es zum Knall kommt. Viele Einflüsse spielen dabei eine Rolle. Durch Drogen, Misshandlungen und Demütigungen entwickeln sich sogenannte Psychosen. Krankhafte Fantasien müssen umgesetzt werden, um den langersehnten Kick zu bekommen.

Die Gerichtsreporterin Uta Eisenhardt recherchierte insgesamt zwei Jahre für dieses Buch. In dieser Zeit besuchte sie mehrere Einrichtungen, sprach mit Patienten, Pflegekräften, Psychologen und Richtern.

Fazit

Keine leichte Kost, aber ein sehr spannendes und informatives Buch über die Arbeit in und mit der forensischen Psychiatrie.

Meine Bewertung:

5-5

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Uta Eisenhardt

Uta Eisenhardt, geboren 1968, studierte Soziologie und arbeitet als Gerichtsreporterin. 2011 erschien „Es juckt so fürchterlich, Herr Richter!“, ein Best-of ihrer stern.de-Gerichtskolumne. 2012 folgte „Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt“.

( Bild-/Textquelle: Random House )

Weitere Bücher von Uta Eisenhardt:

Bücher Eisenhardt

Rezension SOKO im Einsatz von Ingo Thiel

SOKO im Einsatz von Ingo Thieö

Kurzbeschreibung1

Es war der Fall seines Lebens: Unter Einsatz einer bis zu 70 Mann starken Sonderkommission gelang es Kriminalhauptkommissar Ingo Thiel im vergangenen Jahr, den wohl spektakulärsten Fall der jüngeren deutschen Kriminalgeschichte zu lösen – den kaltblütigen Mord an dem zehnjährigen Jungen Mirco. Spannend und authentisch schildert der Kommissar in seinem Buch diesen Fall von der ersten Spur bis zum Geständnis. Anhand von weiteren Mordfällen beschreibt Thiel den Aufbau und die präzise Arbeit einer SOKO: wie sie funktioniert, welche Methoden bei der Aufklärung eine Rolle spielen, und wie der Ablauf einer Tat rekonstruiert wird.

Inhalt1

“Selbst die schrecklichste Nachricht kann nie so quälend sein, wie der schwebende Zustand anhaltender Ungewissheit.”

Fernsehkrimis sind und bleiben reine Fiktion, dies bestätigt auch Ingo Thiel. In diesem Buch gewährt der Kriminalkommissar aus Mönchengladbach einen Einblick in die Ermittlungen der Kripo im Alltag. Kom. Ingo Thiel berichtet von spektakulären Kriminalfällen, die sich in seiner bisherigen Laufbahn ereignet haben.

Zu Beginn erzählt Kom. Thiel von einem außergewöhnlichen Gewaltverbrechen an einem 15jährigen Jungen, der am 12. Januar 1991 spurlos verschwand. Trotz einer großer Suchaktion wurde die Vermisstenakte von Sascha S. geschlossen. Es gab keinerlei Anzeichen auf ein Verbrechen und somit wurde der Fall ad acta gelegt. Nach 10 Jahren kommen neue Hinweise ans Tageslicht. Kom. Thiel rollt den Fall neu auf und macht eine erstaunliche Entdeckung.

Im zweiten Fall geht es um den Serienmörder Hans-Peter Abts, der am 29.Nov. 1999 nach langen Behördengängen endlich von der französischen Polizei freigegeben wurde. Nach mehreren Sexualmorden und weiteren fehlgeschlagenen Mordversuchen wird Abts zu einer 30jährigen Freiheitsstrafe ohne Begnadigung verurteilt. Warum dauerte es sechs Jahre, bis Abts nach Deutschland überführt werden konnte und wie viele Opfer gehen auf sein Konto?

Am 03.September 2010 verschwindet der 10jährige Mirco S. aus Geffahrt spurlos. Trotz des Fundes von Mircos Fahrrad und intensiver Spurensuche, findet die Polizei keinerlei brauchbare Hinweise am Abgreifort. In diesem Fall drehen die Beamten jedes Blatt zweimal um, denn die Spuren sind mehr als nur ausreichend. Der wohl größte und schwierigste Fall in seiner Laufbahn wird zu einer regelrechten Zerreißprobe für ihn und seine Kollegen.

“146 Tage unter Zeit- und Ermittlungsdruck, ständig im Visier der Medien, ja der halben Nation. 146-mal aufwachen und sich fragen, wie es heute weitergeht.”

Durch ständige Motivation untereinander und dem starken Durchhaltevermögen, gelingt es Thiel und seinem Team den Täter nach vier Monaten zu finden.

Fazit1

Sobald Kriminalkommissar Ingo Thiel zu einem neuen Fall gerufen wird, ist er nicht mehr zu bremsen. Er beißt sich regelrecht fest, auch, wenn die Spuren minimal sind, Thiel gibt so schnell nicht auf. Zusammen mit seinen Kollegen beschreibt er die Vorgehensweise von Ermittlungen und erzählt diese auf eine spannende, doch sehr persönliche Art und Weise. Ein interessantes, bewegendes aber zugleich informatives Buch, das man ungern aus der Hand legen will.

Dieses Buch bekommt von mir

5-5. . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ingo Thiel( Bildquelle: Süddeutsche.de )

Ingo Thiel, 48, ist seit über zwei Jahrzehnten als Kriminalhauptkommissar in der Abteilung 11 für Tötungsdelikte in Mönchengladbach tätig und kann eine Aufklärungsquote von 100% bei Fällen vorweisen, an deren Ermittlung er von Anfang an beteiligt war. Er hat zwei Kinder, ist verheiratet und lebt in der Nähe von Mönchengladbach.

( Quelle: Ullstein Verlag )

Rezension Der Verhörspezialist von Dieter Bindig

Der Verhörspezialist

Kurzbeschreibung1

Ein Kommissar verrät seine Stategien

Ihm macht so schnell keiner etwas vor: Dieter Bindig ist Kriminalhauptkommissar und seit über dreißig Jahren Verbrechern auf der Spur. Seine Aufgabe ist es, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Denn Dieter Bindig ist ausgebildeter Vernehmungsspezialist und erkennt, ob jemand die Wahrheit sagt oder wichtige Informationen verschweigt. In diesem Buch berichtet er von seinen spannendsten Fällen – von dreisten Tätern, vermeintlich verängstigten Opfern und davon, dass häufig nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Eine Anleitung vom Profi in Sachen Menschenkenntnis und ein spannender Einblick in die Verhörstrategien der Polizei.

Inhalt1

„Eigentlich wissen Sie schon alles. Sie wissen nur nicht, dass Sie es wissen.“

Herzlich Willkommen in der Münchner Dienststelle K1 für Tötungs-, Sitten- und Branddelikte. In diesem Buch gewährt Dieter Bindig einen kleinen Einblick in seinen Alltag als Kriminalhauptkommissar. Der Leser begleitet ihn zu Vernehmungen von Verdächtigen und erklärt die heutigen polizeipsychologischen Taktiken.

Als junger Beamter begann seine Laufbahn, wie bei so manchen Polizisten, im Streifendienst. Bei einer Fahrzeugkontrolle wurde er von einer attraktiven jungen Frau so sehr getäuscht, dass dies der Auslöser seines jetzigen Berufes war.

Woran erkennt man, dass ein Mensch nicht die Wahrheit sagt?

Zusammen mit Kom. Dieter Bindig geht der Leser verschiedene Akten von Verbrechen durch. Die Voraussetzungen für seine Arbeit als Verhörspezialist sind gute Menschenkenntnisse. Schritt für Schritt erklärt Kom. Bindig, was genau zu beachten ist und erklärt das Schubladenprinzip.

Lassen wir uns von dem ersten Eindruck täuschen?

Ist der glatzköpfige, tätowierte Mann gar nicht auf Gewalt aus, sondern ein ganz normaler Mensch, der auf Tattoos steht?

„Sie sehen, was Sie sehen wollen, Sie sehen, was in Ihr Weltbild passt.“

Damit wir uns nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen, öffnet Kom. Bindig einem bewusst die Augen, so dass wir voreilige Schlüsse nochmals überdenken und z.B. nicht gleich den Glatzkopf in die falsche Schublade stecken.

Kom. Dieter Bindig Slogan:

„Gehen Sie durchs Leben wie ein guter Cop. Geben Sie allen eine Chance und verdächtigen und verhaften Sie die Richtigen.“

Fazit1

Wenn ich an meine ersten Sachbücher denke, die ich gelesen habe, Mann, was waren die teilweise staubtrocken, mit Worten gefüllt, die kein Mensch verstand. Gott sei Dank sind die heutigen Bücher vollkommen anders, denn sie sind interessant und spannend aufgebaut.

Kriminalhauptkommissar Dieter Bindig versprach zu Beginn des Buches, dass der Leser, nachdem er das Buch gelesen hat, seine Umgebung aus einem anderen Blickwinkel betrachten würde. Ich muss gestehen, das ist ihm gelungen. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die wir gar nicht wahrnehmen, aber wenn man genauer hinsieht, können diese Dinge eine Menge über einen Menschen verraten.

Ich habe dieses Buch innerhalb von 4 Stunden regelrecht verschlungen. Sobald man die ersten Seiten gelesen hat und Kom. Bindig in sein Büro folgt, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Er beschreibt Strategien, wie z.B. die Hürden- oder Ekman Methoden, die bei Vernehmungen eingesetzt werden, so genau, dass jeder sie versteht. Dieses Buch gibt zudem wertvolle Tipps und Tricks die im Leben sehr nützlich sein können.

Eine gelungene, hochspannende Lektüre !!!

Dieses Buch bekommt von mir:

5-5. . . . . . . . . . . . . . . . . .

BindigDieter Bindig, geboren 1963, ist seit über dreißig Jahren Polizeibeamter und arbeitet als Kriminalhauptkommissar im K1 – zuständig für Brand-, Sitten- und Tötungsdelikte. Sein Spezialgebiet sind Verhöre, hierfür wurde er in Zusatzausbildungen zu Vernehmungstaktiken und Menschenkenntnis besonders geschult.

Dieter Bindig ist verheiratet und Vater von drei Töchtern. Er lebt in Fürstenfeldbruck.

( Quelle: Droemer Knaur Verlagsgruppe )