Rezension Gestörte Verhältnisse von Sophie Sumburane

Gestörte Verhältnisse

Erscheinungstermin: 27.September 2012 – Preis: 12,00 € – Kriminalroman

Verlag: fhl Leipzig – Broschierte Ausgabe: 230 Seiten – ISBN: 978 – 3942829366

Auch als Ebook erhältlich: KindleEPUB

*LESEPROBE*

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Eine Vergewaltigung, bei der das Opfer überlebt hat, scheint Janine Anders von der Leipziger Kriminalpolizei vor eine Routineermittlung zu stellen. Doch als die junge Frau noch in derselben Nacht spurlos aus dem Krankenhaus verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse. Eine zweite Frau wird brutal ermordet aufgefunden. Alles deutet auf einen Serientäter hin, der keine Verbindung zwischen seinen Opfern erkennen lässt. Eine ominöse HIV-Stiftung und der Anruf einer jungen Frau aus Mosambik legen eine erste Spur. Sie führt in einen Abgrund der menschlichen Psyche, in einer Stadt wo Drogen, Macht und Prostitution die Kehrseite darstellen.

›Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.‹

Inhalt

Margot Wills findet ihre Nachbarin Alma Dermut gefesselt und blutüberströmt im Bett in ihrer eigenen Wohnung. Es ist wie ein Wunder, denn trotz des hohen Blutverlustes und den zahlreichen Verletzungen ist sie noch am Leben. Hauptkommissarin Janine Anders und ihre Panterin Lena Dietmann übernehmen den Fall und beginnen zu ermitteln. Währenddessen verschwindet Alma spurlos aus dem Krankenhaus und ist wie vom Erdboden verschluckt. Die Suche nach dem Opfer erschwert sich, da eine weitere Frauenleiche gefunden wird. Trotz fehlender Spuren, verstärkt sich der Verdacht auf den Ex-Freund von Alma. Doch dieser hat für die Tatzeit ein handfestes Alibi und die Ermittlungen beginnen von vorne. Die Polizei ist ratlos und Janine ermittelt in alle Himmelsrichtungen. Leider reichen ihre Recherchen nicht aus und der Fall wird ihr entzogen. Doch Janine gibt nicht auf, denn sie muss und will das Verbrechen aufklären. Nicht nur, um den Täter zu finden, damit nicht weitere Morde geschehen, sondern auch als Beweis für ihre Familie, die kurz vor dem Zerfall steht.

Meine Meinung

Der schockierende Einstieg in die Handlung überraschte mich, doch leider ließ die Spannung in den weiteren Kapiteln nach. Obwohl in die Story viele aktuelle Themen wie Drogen, Prostitution und Gewalt eingebaut wurden, überzeugte mich dieser Krimi leider nicht. Zu viele unrealistische Polizeiarbeiten und Abschweifungen der eigentlichen Handlung verschafften mir nur ein mittelmäßiges Lesevergnügen. Hier hätte man viele Dinge besser und spannender umsetzen können. Der Schluss wiederum überraschte mich, denn damit hat der Leser nicht gerechnet.

Fazit

Ein unterhaltsamer Krimi, aus dem man mehr hätte machen können.

Meine Bewertung:

3-5………………………………………

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Sophie Sumburane, 1987 geboren, wuchs in Potsdam auf und absolvierte ihr Abitur an der ›Friedrich Ludwig Jahn‹ Eliteschule des Sports als aktive Ruderin. Seit 2007 studiert sie an der Universität Leipzig Germanistik und Afrikanistik und arbeitet als studentische Hilfskraft am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Im Jahr 2006 war sie im Rahmen einer Schulpartnerschaft das erste Mal in Mosambik, wo sie ihren heutigen Mann kennen lernte und ihre Liebe zu Afrika im Allgemeinen entdeckte. In den folgenden Jahren nutze sie jede Möglichkeit für erneute Besuche in dem südafrikanischen Land. Den Traum von der Schriftstellerei träumt sie schon seit frühster Jugend, nun wagte sie den Einstieg ins Krimi-Genre. Sophie Sumburane schreibt außerdem Kurzgeschichten aus Afrika, ›Gestörte Verhältnisse: Janine Anders ermittelt‹ ist ihr erstes Romanprojekt.

( Bild-/Textquelle: fhl Verlag Leipzig )

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Rezension Die Springflut von Cilla und Rolf Börjlind

Die Springflut

Erscheinungstermin: 26. August 2013 – Preis: 19,99 € – Kriminalroman

Verlag: btb – Gebundene Ausgabe: 592 Seiten – ISBN: 978 – 3442753932

Auch als Ebook erhältlich: Kindle

*LESEPROBE*

Buchtrailer

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Eine laue Sommernacht im Jahre 1987. Es ist Vollmond im schwedischen Nordkoster. In der Nacht wird es eine Springflut geben – und einen brutalen Mord. Das Opfer: eine junge, hochschwangere Frau. Ihre Identität: unbekannt. Tom Stilton, der ermittelnde Polizeibeamte, zerbricht an diesem Fall. Er kann weder Motiv noch aussagekräftige Spuren finden. Die Tat bleibt ungesühnt …

23 Jahre später: Eine Serie von feigen Angriffen auf Obdachlose erschüttert die Hauptstadt Stockholm. Die Ermittlungen verlaufen schleppend. Olivia Rönning, angehende Polizistin im zweiten Jahr ihrer Ausbildung, beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Sie ist mit anderen Dingen beschäftigt. Sie soll einen »Cold Case« knacken – den Tod einer jungen Frau an einem Strand vor vielen Jahren klären. Ihr ist klar: Sie muss Tom Stilton finden. Doch der ist wie vom Erdboden verschluckt …

Inhalt

Bevor die junge Polizeischülerin Olivia Rönning die Semesterferien antritt, werden sie und die anderen Schüler mit sogenannten Cold-Case Übungen konfrontiert. Es sind ungeklärte Mordfälle aus Schweden und jeder von ihnen soll sich einen Mordfall genauer vornehmen. Oliva stößt dabei auf einen Fall, der bereits 23 Jahre zurück liegt und in dem bereits ihr verstorbener Vater ermittelte. Es geht um eine schwangere Frau, die im Sommer 1987 auf der Insel Nordkoster, am Strand bis zum Kopf eingegraben wurde und in der Springflut ertrank. Voller Elan stürzt sie sich auf den ungelösten Fall und reist alleine auf die Insel, um sich den Tatort genauer anzuschauen. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, dass ihr dieser ungelöste Fall einiges abverlangt und sie sich in große Gefahr begibt. Nur mit Hilfe von Tom Stilton, der Polizist der die damaligen Ermittlungen führte, kann sie den Fall lösen. Niemand weiß, wo Stilton sich aufhält und warum er seinen Dienst kurzfristig während den Ermittlungen beendete.

Zur gleichen Zeit wird erneut ein Obdachloser in Stockholm brutal überfallen. Dies ist bereits der 4. Fall von grausamer Gewalt und die Täter laufen immer noch frei herum. Wer sind die Menschen, die unschuldige Menschen misshandeln, ihre Tat mit dem Handy filmen und anschließend im Internet veröffentlichen? Nach einem weiteren brutalen Überfall an einer obdachlosen Frau, stirbt diese an ihren Verletzungen und die Polizei steht weiterhin vor einem Rätsel.

Meine Meinung

Zu Beginn wird der Leser Augenzeuge der grausamen Tat auf der Insel Nordkoster. Bereits nach wenigen Seiten ist man in dem Buch gefangen und wird von einer enormen Spannungsflut mitgerissen. Die Kapitel sind in mehrere Absätze gegliedert und enden jedes Mal mit einem grandiosen Cliffhänger. Die Handlung ist strukturiert aufgebaut und nach und nach tauchen unerwartet Personen auf. Weitere Handlungen entwickeln sich parallel, die, zuerst unabhängig voneinander, ihren Verlauf nehmen. Seite für Seite entsteht ein gemeinsames Geflecht, Geschehnisse kommen an die Öffentlichkeit und Rache und Erpressung führen zu weiteren Mordfällen. Das absolute Highlight ist das überraschende Ende, denn damit rechnet keiner.

Fazit

Hier stimmt einfach alles, eine vielschichtige spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, bis hin zu einem atemberaubenden Ende.

Meine Bewertung:

4-5

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Cilla & Rolf B.

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. „Die Springflut“ ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

( Textquelle: Amazon )

Rezension Die falsche Spur von Stefanie Viereck

DIe falsche Spur

Erscheinungstermin: 22. Juli 2013 – Preis: 12,99 € – Kriminalroman

Verlag: Pendragon – Taschenbuchausgabe: 320 Seiten – ISBN: 978 – 3865323705

Auch als Ebook erhältlich: Kindle

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Während der Recherche für einen Artikel kommt der Journalistin Lena Vogel ihr eigenes Leben in die Quere. In einer heruntergekommenen Pension am Nord-Ostsee-Kanal stößt sie auf Spuren ihrer Kindheit. Erinnerungen an einen wilden, unbeschwerten Sommer. Erinnerungen an Oliver, der plötzlich da war und ebenso plötzlich verschwand. Das ist über 30 Jahre her. Und doch kann Lena Vogel ein Gefühl von Schuld und Angst nicht abschütteln. Warum fühlt sie sich schuldig? Was genau ist damals passiert? Lena will es herausfinden und macht sich auf die Spurensuche.

Inhalt

Die Journalistin Lena Vogel macht sich auf dem Weg nach Dänemark, um dort für ihr neues Projekt zu recherchieren. Sie macht einen Zwischenstopp in einer Pension, die auf den ersten Blick nicht gerade einladend wirkt. Bereits nach dem ersten Kontakt bemerkt sie, dass hier etwas nicht stimmt. Das Paar, das die Pension führt, ist doch recht verschroben und ihr kommen Zweifel auf. Tief im ihrem Inneren werden Kindheitserinnerungen wach und sie fühlt sich mehr und mehr unwohl. Plötzlich steht sie vor verschlossener Tür und findet im Garten ein vergrabenes Fotoalbum. Ihre Zweifel bestätigen sich nun, denn sie erkennt den Wirt und den kleinen Jungen auf den Bildern wieder. Oft dachte sie an ihre Kindheit zurück, die sie meist ohne Eltern verbrachte und längst hatte sie den kleinen verschlossen und recht seltsamen Jungen vergessen.

Anfangs distanziert, entwickelte sich eine sehr enge Freundschaft zwischen den Kindern, aber dennoch wurde ein großes Geheimnis um den Jungen namens Oliver gemacht. Ständig musste er sich verstecken und keiner durfte erfahren, dass er im Haus der Vogels Unterschlupf fand. Dann kam der Tag, an dem der Junge verschwand und niemals wieder auftauchte.

Lena reist in die Vergangenheit zurück und nimmt Kontakt zu damaligen vertrauten Personen auf. Selbst ihre Beziehung zu Lars droht zu scheitern, denn für sie zählt nur noch Oliver und sie will ihn wiederfinden. Sie möchte endlich Klarheit darüber, was vor genau 30 Jahren geschah. Wer war Schuld daran, dass Oliver gefunden wurde. Auf ihrer Suche nach ihm, stößt sie auf schockierende Ereignisse und erfährt Dinge, die nie an die Öffentlichkeit geraten durften.

Meine Meinung

Bereits nach den ersten Seiten fühlte ich mich von der Geschichte um den Jungen gefangen genommen. Die Handlung ist unglaublich spannend und vielversprechend. Als Leser beginnt man schon recht früh zu überlegen wer hinter allem stecken könnte, wer die Wahrheit sagt oder lieber Dinge verschweigt. Die Charaktere sind authentisch, wirken regelrecht lebendig und wachsen dem Leser von Seite zu Seite immer mehr ans Herz. Wenn man glaubt, man sei auf der richtigen Fährte, erwartet den Leser bereits im nächsten Kapitel eine überraschende Wendung. Alle Erzählungen führen am Ende zu einem erstaunlichen Ausgang und das Geheimnis um den Jungen wird gelüftet.

Fazit

Ein sehr bewegendes Buch mit einer unglaublichen Spannung bis hin zu einem dramatischen Ende!

Meine Bewertung:

4-5

Ich vergebe 4 Sterne, denn für mich ist dieses Buch kein Krimi, eher ein Roman der besonderen Art.

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Stefanie Viereck

Stefanie Viereck, geboren 1955 in Hamburg, studierte Volkswirtschaft und arbeitete als Journalistin für Rundfunk und Zeitschriften. Sie veröffentlichte Biographien, u. a. über die Dichterin Ricarda Huch, den Erzählungsband »Isabel bei den Fischen« und den Roman »Der blaue Grund«. Heute lebt Stefanie Viereck als freie Autorin, Lektorin und Übersetzerin in Hamburg.

( Bild-/Textquelle: Pendragon )

Rezension Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann

Wer das Schweigen bricht

Erscheinungstermin: 7. Februar 2011 – Preis: 9,95 € – Kriminalroman

Verlag: Pendragon – Taschenbuchausgabe: 224 Seiten – ISBN: 978 – 3865322319

Auch als Ebook erhältlich: Kindle

*LESEPROBE*

test 3

August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vaterzu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen …

Inhalt

„Schmerz ist wie ein Ring. Er hat kein Ende.“

Nach dem Tod seines Vaters findet Robert Lubisch eine alte Holzschatulle mit merkwürdigem Inhalt. Es handelt sich um alte Dokumente, einen SS-Ausweis aus dem 2.Weltkrieg und ein altes Foto. Oft erzählte der Vater über den schweren Krieg und für Robert war sein Vater ein wahrer Held. Doch nun zweifelt er die erzählten Geschichten an und macht sich auf die Suche nach der Frau auf dem Foto. Er trifft auf die Journalistin Rita Albers und diese bietet ihm kurzerhand ihre Hilfe an. Nach etlichen Nachforschungen und Telefonaten fügen sich die Puzzleteile zusammen. Es vergeht kein Tag, an dem es keine Neuigkeiten gibt und viele Ungereimtheiten kommen Stück für Stück ans Tageslicht. Robert wird das alles zu viel und er bittet darum die weitere Suche zu beenden. Gegen seinen Willen gräbt die Journalistin immer weiter, denn sie verspricht sich eine spannende Story. Weitere Geheimnisse werden aufgedeckt und kurze Zeit später finden zwei Gärtner eine Frauenleiche.

Meine Meinung

„Wer das Schweigen bricht“ ist ein Buch voller dunkler Geheimnisse, Schmerzen und Lügen. Mechthild Borrmann verbindet die heutige Zeit und längst vergessene Erinnerungen miteinander. Sechs Freunde schwören, immer füreinander da zu sein, doch der Krieg trennte sie. Eine verbotene Liebe, die mit dem Tod endet. Ein unmoralisches Angebot für ein Leben, um einen geliebten Menschen vor dem Tod zu bewahren.

Leider hat mich dieses Buch persönlich nicht gefesselt. Mir fehlte das gewisse Extra! Die Spannung blieb teilweise verhalten und die Geschichte plätscherte so vor sich hin.

Kurz gesagt: Es war einfach nicht mein Fall.

Fazit

Wer sich für diese Zeit interessiert, für den ist dieses Buch, ein spannender Krimi mit einem bewegten Rückblick in die Vergangenheit, genau das Richtige.

Meine Bewertung:

2-5

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Mechtild Borrmann

Mechtild Borrmann wurde 1960 geboren und lebt heute in Bielefeld. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie am Niederrhein. Sie arbeitete u. a. als Tanz- und Theaterpädagogin, in der Drogenberatung und lebte auch mal eine Zeit lang auf Korsika. Im Pendragon Verlag erschienen die Romane »Mor­gen ist der Tag nach gestern« 2007 und »Mitten in der Stadt« 2009.

( Bild/Textquelle: Pendragon )

Mechtild Borrmann

Rezension Und nie sollst du vergessen sein von Jörg Böhm

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Kurzbeschreibung1

Für einen Kurzurlaub kehrt Hauptkommissarin Emma Hansen nach Nöggenschwiel zurück. Doch mit der Erholung ist es schnell vorbei, als ein grausamer Mord das Rosendorf im Südschwarzwald erschüttert. Ein alter Bauer wird erschlagen im nahe gelegenen Stausee gefunden. Als wenig später auch noch die Verkäuferin des Dorfladens erdrosselt wird, gehen Polizei und Presse längst von einem Serientäter aus. Aber welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Opfern und was haben die Morde mit dem Verschwinden von Emmas Freundin Charlotte vor 15 Jahren zu tun? Als Emma mit eigenen Nachforschungen beginnt, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis und erkennt zu spät, dass man die Vergangenheit besser ruhen lassen sollte.

Inhalt1

„Remember me – Du bist mein Leben“

Nach 3 Jahren harter Arbeit, möchte Kom. Emma Hansen ihren ersten Urlaub in Nöggenschwiel, im schönen Schwarzwald, verbringen. Schon als Kind verbrachte sie mit ihren Eltern den Urlaub hier und sie freut sich sehr, nach 15 Jahren an diesen vertrauten Ort zurückzukehren. Außerdem möchte sie unbedingt ihre frühere Ferienfreundin Charlotte wiedersehen. Leider weiß Emma noch nicht, dass ihre Freundin, kurz nachdem sie zur Rosenkönigin gekrönt wurde, spurlos verschwunden ist.

Kaum angekommen, erfährt Emma von den Geschehnissen, denn seit dem Verschwinden von Charlotte, ist in dem kleinen Dorf nichts mehr so, wie es einmal war. Sie macht sich große Vorwürfe, da sie den Kontakt zu „Lotti“ nie konstant aufrechterhalten hatte, wie man es eigentlich unter Freundinnen zu tun pflegt. Ihre Ausbildung war Emma wichtiger. Doch jetzt ist sie hier und sie hofft, dass sich alles zum Guten wendet. Sie verzichtet auf erholsame Stunden und lange Spaziergänge durch den Schwarzwald, denn sie will ihre Freundin wiederfinden.

Ist Charlotte einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen?

Zur gleichen Zeit irrt der Witwer Franz Marder wieder einmal betrunken durch das Dorf. Seine Frau verstarb an Krebs und kurze Zeit später musste er seinen geliebten Hof verkaufen. Für ihn brach eine Welt zusammen und seitdem ist der Alkohol sein bester und treuester Freund geworden. Auf einer nächtlichen Tour macht Marder eine ungewöhnliche, aber zugleich faszinierende Entdeckung….

Während Emma die Einwohner von Nöggenschwiel über das Verschwinden von Charlotte befragt, macht ein Ehepaar einen grausamem Fund. In einem See treibt eine Leiche und kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse….

Fazit1

Jörg Böhm beschreibt die Orte und vor allem die Personen in diesem Buch sehr genau. Die Charaktere wirken regelrecht authentisch und sehr lebendig. Er bleibt aber dennoch beim Wesentlichen und baut eine kontinuierliche Spannung auf. Durch die kurzen Kapitel, seinen flüssigen Schreibstil und die unterschiedlichen Sichtweisen liest sich dieser Krimi rasend schnell.

Ein gelungenes Erstlingswerk mit einem überraschenden Ende!!

Dieser Schwarzwald-Krimi bekommt von mir:

4-5. . . . . . . . . . . . . . . . . .

Jörg Böhm

Jörg Böhm ist der Geburtsname des Journalisten Jörg Henn. Der 33-Jährige arbeitet als Kommunikationsexperte für ein großes deutsches Versicherungsunternehmen. Er studierte Journalistik, Soziologie und Philosophie und war unter anderem Chef vom Dienst der Allgemeinen Zeitung in Windhoek, Namibia, um dort über Land und Leute zu berichten und von den Geschichten des schwarzen Kontinents zu erzählen. Jörg Henn ist verheiratet und lebt in Köln.

( Quelle: Amazon )

 

Rezension Alle Wege führen nach Morden

Alle Wege führen nach Morden

Kurzbeschreibung1

Ein Trixi-Gellert-Roman

Trixi Gellert liebt das Leben, weniger allerdings den Teil, der da Arbeit heißt. Ihre neue Reiseführer-Idee kommt aber so gut an, dass Trixi gleich auf Recherchereise geschickt wird. Nach Norderney. Zwischen Reisebussen, Strandkörben und Campingkochern findet sie jedoch nicht das versprochene Urlaubsparadies, sondern eine tote Umweltaktivistin. Statt verschiedenste Urlaubsmodelle zu testen – absurd teuer, familienfreundlich oder naturverbunden – macht Trixi Jagd auf den Mörder.

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Trixie Gellert, eine etwas durchgeknallte junge Frau, liebt das Leben. Sie schlug sich nach abgebrochenem Studium mit Nebenjobs durch, um finanziell halbwegs über Wasser zu bleiben. Auch mit dem Job als Aushilfsredakteurin in einem Reiseführerverlag war sie nicht zufrieden und war froh, als dieser endlich überstanden war. Auf der Jubiläumsfeier des Verlages wird Trixie vom Chef höchstpersönlich mit einer Festanstellung überrascht. Vollkommen perplex nimmt sie den Job trotz aller Unzufriedenheit an und freut sich, dass ihr Konto bald schwarze Zahlen schreiben wird. Zusammen mit Ihrem Kollegen Robert von Gendt übernimmt sie die Leitung des neuen Projektes „Nordflügel“, ein neuer Reiseführer rund um die Insel Norderney.

Während ihr Kollege vom Büro alles organisiert, übernimmt Trixie den aktiven Part. Ihre Aufgabe für die nächsten vier Wochenenden besteht darin, unterschiedliche Urlaubskategorien wie z.B. Hotel-, Wellness-, First-Class-Hotels, bis hin zum Campingurlaub zu testen. Mit Sack und Pack stürzt sich Trixie in das erste Norderney Wochenende und kaum auf der Insel angekommen, macht sie eine grausame Entdeckung. In einem Bushäuschen findet sie die Leiche einer Naturschützerin und für Trixie steht fest: Der Sache muss sie nachgehen. Neben Hotelcheck, unzähligen Ausflügen und Kurpackungen, macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder.

Was Trixie bis jetzt noch nicht ahnt: Das war erst der erste Mord. Ein weiterer wird folgen.

Fazit1

Humor in einem Kriminalroman, ist der da nicht fehl am Platz? Nein, in diesem Fall passt einfach alles. Ich wurde sehr gut unterhalten. Von witzigen Passagen bis in hin zur fesselnden Spannung war alles dabei. Ich habe mich köstlich amüsiert und dieses Buch regelrecht verschlungen. Ja, man kann sagen, dass Trixie mir jetzt schon sehr an Herz gewachsen ist, da ich mich in manchen Szenen selber wieder fand. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Christiane Güth und hoffe, dass Trixie Gellert wieder mit dabei sein wird.

Ein außergewöhnlicher Kriminalroman mit Witz und Humor incl. einer ordentlichen Packung Spannung.

Dieser Kriminalroman bekommt von mir:

5-5

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Christiane GüthChristiane Güth, 1967 geboren, arbeitete über 15 Jahre als Redakteurin in einem Sachbuchverlag und ist selbständige Werbetexterin.

Sie lebt mit ihrer Familie in Gütersloh.

Homepage der Autorin: http://www.christiane-gueth.de/

Weitere Bücher mit Trixie Gellert: Cheffe versenken

(Quelle: Ullstein TB Verlag)

Rezension Abgehakt von Kerstin Hamann

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Die zerschmetterte Leiche einer jungen Frau trägt ein grausiges Wundmal. Der Täter hat sein Opfer einfach mit einem Schnitt in die Brust abgehakt. Damit wird die Befürchtung von Kommissar Martin Sandor zur Gewissheit: Ein Serientäter treibt sein Unwesen in der hessischen Landeshauptstadt. Wann wird er wieder zuschlagen? Was verbindet die Opfer? Wer ist in Gefahr? Eine Spur nach der anderen erweist sich als falsch. Bis sich eine junge Frau bei der Polizei meldet, weil sie merkwürdige Drohbriefe erhält. Können Sandor und seine Kollegen die Frau als Lockvogel einsetzen?

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Da in der Kurzbeschreibung schon jede Menge Informationen stehen, halte ich mich mit der Rezension kurz. Dieser Krimi ist das erste Buch von Kerstin Hamann. Der Schreibstil ist flüssig aber es wird keinesfalls langweilig. Die unterschiedlichen Handlungen und Charaktere sind sehr detailgenau beschrieben und Seite für Seite greifen sie immer mehr ineinander. Der Leser wir immer wieder auf die falsche Fährte geführt und wird mit einem unerwarteten Ende überrascht.

Wer also mal etwas Abstand von Thrillern haben möchte, sagen wir eine kleine Verschnaufpause, für den ist dieser Krimi genau das Richtige.

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Kerstin Hamann, 1966 in Bad Kreuznach geboren, absolvierte nach der mittleren Reife 1983 eine Ausbildung zur Arzthelferin und 1987 zur Fotografin. 1991 Fachabitur. Seit 1997 unterrichtete sie an verschiedenen Volkshochschulen und gab Kurse in Englisch und Sport. Danach 6 Jahre als Betreuerin an der Grundschule Roxheim tätig. Kerstin Hamann schreibt seit vielen Jahren Geschichten; „Abgehakt“ ist ihr erster Roman, gefolgt von „Innere Werte“ Sie lebt mit ihrer Familie in Roxheim und arbeitet derzeit an den Recherchen zum nächsten Roman.